Danuta Franzen

 

“Kalter, grauer, europäischer Alltag, Zeitzwänge, in der Masse verschwindende Individuen, dagegen dann die Sonne, die in den Werken mit afrikanischer Thematik aufgefangen wird.

Danuta Franzen erzählt in zurückhaltender, sparsamer Farbgebung malend, zeichnend, wie auch in Radierungen Geschichten, die dem Betrachter einen Spiegel vorhalten und ihn innehalten lassen.“

Claudia Schäfer, Künstlerin

“Danuta Franzen ist im Wesentlichen eine Nomadin zwischen zwei Welten, die ihre Recherchen, Erfahrungen in künstlerische Reflektionen und Impulse umpolt.

Da ist einmal: die ursprüngliche, unverkorkste, authentische, zeitlos und ausbalanciert anmutende und im weitesten Wortsinn auch facettenstarke Naturwelt, beispielsweise der Einheimischen von Afrika, besonders des vielfach und ausgiebig bereisten Senegal. Derlei Land- und Naturräume verkörpern einen Topos, sind Metapher für Vitalität, Kraft, Aktivität, Fantasie, Lebenslust und lebendige Kommunikation.

Deren Gegenwelt verkörpert die westliche Hemisphäre, genauer der Stadtraum, die City mit ihren andersartigen Symptomen und Eigenheiten. Aber auch in diesem Distrikt sind, - „Far away from the madding crowd“ (Thomas Hardy) -  Unikate, Randfiguren, Außenseiter und andere Individualisten anzutreffen.

Denn zu beachten ist unbedingt, daß prinzipiell keinerlei Schwarzweißmalerei, keinerlei  Pauschalisierung oder gar Parteinahme greift.

Nicht umsonst vermeidet die Malerin, auf maltechnischer Ebene konsequent das Medium Schwarzweißkontrast. Was zählt ist eine formalästhetisch geschliffene Bildsprache, die mit sachten Andeutungen, leisen Signalen, überhaupt mit schatten- und skizzenhaften Komponenten, dezent pointierten, lapidaren Strukturen operiert.“

Christina zu Mecklenburg, Kunsthistorikerin