
„Der Mensch ist nur ein Teil einer Energie, die das ganze Universum formt“, sagt Dagmar Dost-Nolden. Die Farben frei fließen zu lassen, um einzutauchen in den Strom dieser Energie, die keinen Anfang und kein Ende hat.“
„Sehr dynamisch, mit viel Temperament bringt Dost-Nolden die Farben auf Leinwand und Papier, als sei sie selbst als Malerin nur das Durchgangsmedium von Kräften, deren ganzes Potenzial wir allenfalls in Ansätzen erfassen.“
„Ihre Interesse zielte schon sehr früh auf eine freie Entfesselung der Farben, formenden Elemente und der diesen zugrunde liegenden Energien. Gemeint ist damit eine Freiheit, die sich keineswegs als eine einfache Angelegenheit darstellt. Vielmehr erscheint sie als ein ambivalenter, dynamischer Prozess, in dem Höhenflüge und Abstürze, Lustvolles und Beängstigendes, tänzerische, spielerische und dramatische Qualitäten äußerst nah beieinander liegen.
Diese grundlegende Spannung drückt sich gleichfalls in den Rost überzogenen Stahlskulpturen aus. Mit der paradoxen Wirkung einer gewichtigen Leichtigkeit stellen die extrem reduzierten Form-Körper der Turbulenz von Dost-Nolden's Malerei faszinierende Gestalten der Ruhe und Geheimnisses gegenüber.“
Text aus dem Zeitungsartikel des Kunstkritikers Jürgen Kisters über die Ausstellung in Kölnischem Stadtmuseum Zündorfer Wehrturm
(Kölner Stadt Anzeiger 24.10.2006)